Mittwoch, 10. Januar 2018

Miltonduff 6yo 2010/2017 (The Barreliers)

The Barreliers sind zwei Brüder aus Berlin, die im vergangenen Jahr ihre erste eigene Abfüllung auf den Markt gebracht haben. Der sechsjährige Ardmore wurde von Whiskyliebhabern durchaus positiv aufgenommen und so kam vor kurzem die zweite Abfüllung auf den Markt. Wieder haben sich Alex und Chris für einen sechsjährigen Whisky entschieden, der diesmal jedoch aus der Speyside stammt. Ein Miltonduff aus dem First Fill Bourbon Barrel hat den Weg zunächst in die Flasche und heute Abend in mein Glas gefunden. Für mich persönlich ist es die erste Berührung mit dieser Destillerie und ich bin gespannt, was mich erwartet.







Auf einen Blick

DestillerieMiltonduff

AbfüllerThe Barreliers

AbfüllungMiltonduff 6yo 2010/2017

ArtSingle Malt Scotch Whisky

RegionSchottland/Speyside

Alter6yo

Alkoholgehalt62,1%

Fass1st Fill Bourbon Barrel

Inhalt0,7l

PreisklasseEUR 47,-




Nase

Gleich nach dem Einschenken dominieren Vanille und Apfel. Der hohe Alkoholgehalt dieser jungen Abfüllung in Fassstärke ist spürbar, aber nicht zu dominant. Der Whisky bekommt also einige Minuten im Glas, bevor ich noch einmal meine Nase hineinhalte. Nun geht die Alkoholnote spürbar zurück, Vanille und Apfel bleiben sehr dominant, aber andere reife, helle Früchte kommen hinzu. Ein flüssiger Obstsalat aus Apfel, Pfirsich, Aprikose und Banane, der mit etwas Honig und ganz, ganz viel Vanillezucker gesüßt wurde.

Mund

Süß und cremig fließt er in den Mund, um direkt danach seine hochprozentige Kraft zu zeigen. Vor allem beim ersten Schluck kommt eine deutliche Schärfe durch, die sich mit Honigsüße duelliert. Schon beim zweiten Schluck hat sich scheinbar der Honig durchgesetzt, der jetzt von einer sehr ausgeprägten Vanillenote begleitet wird. Der Obstsalat ist leider kaum noch erschmeckbar, dafür kommt eine unterschwellige Eichennote ins Spiel.

Abgang

Auch hier bleibt die Fassstärke in Form einer gewissen Ingwerschärfe spürbar, aber nicht unangenehm. Dazu mischt sich eine leicht bittere Eichennote. Hat sich in der Nase der Honig noch klar durchgesetzt, hat er hier im mittellangen Finish das Nachsehen.

Fazit

Whiskys mit reiner Bourbonfasslagerung sind in der Regel nicht mein Beuteschema. Dieser junge Speysider überzeugt aber vor allem in der Nase mit einem vanilligen Fruchtsalat, der sich leider im Geschmack nicht mehr so deutlich zeigt. Die für ein First Fill Bourbon Barrel typischen Vanille- und Eichennoten stehen im Vordergrund, im Abgang zeigt sich eine leichte Bitterkeit und Trockenheit. Ein Whisky, der seinen Preis definitiv wert ist, wenn man einen Tropfen sucht, bei dem das Fass die Hauptrolle spielt.

Das Sample wurde mir freundlicherweise von The Barreliers zur Verfügung gestellt.

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