Freitag, 5. Dezember 2025

Clydebuilt 12yo Sherry Cask Matured Speyside Single Malt Scotch Whisky (Ardgowan Distillery)

Mal ganz ehrlich, wer hat bis vor ein paar Wochen schon von der Ardgowan Distillery in der Speyside gehört? Oder vom Clydebuilt Whisky? Ich würde mich durchaus als Nerd bezeichnen, der immer interessiert an neuen Brennereien und Abfüllungen ist. Tatsächlich kannte ich vor der diesjährigen Whisky Fair in Bad Homburg im September weder den Namen Ardgowan noch einen Whisky namens Clydebuilt. Dabei findet man im Netz schon nach kurzer Recherche den Zusammenhang der beiden Namen, denn die Ardgowan Distillery ist noch zu jung, um schon eigenen Whisky auf den Markt bringen zu können, wobei allerdings schon reichlich Stoff in den Lagern liegt. Bis dieser Whisky auf den Markt kommen kann, gibt es unter dem Namen Clydebuilt zugekauften Whisky, der zunächst in großen Sherry Butts lagerte und dann in Oloroso und PX Hogsheads umgefüllt wurde. Das soll den besonderen Hausstil der Brennerei widerspiegeln, der sich auch in zukünftigen eigenen Releases finden soll. Damit soll Clydebuilt insgesamt schon heute dem zukünftigen Brennereicharakter von Ardgowan nahekommen. Woher jetzt der Whisky für den Clydebuilt stammt, wird nicht verraten. Am Stand vom deutschen Importeur Kammer-Kirsch wurde unter den Gästen viel diskutiert und es fielen die Namen Macallan und Tamdhu. Letzterer Name kam mir beim Probieren vor Ort auch in den Sinn, aber ob das auch wirklich zutrifft, konnte ich bisher niemandem entlocken. Vielleicht komme ich dem Geheimnis beim Probieren zu Hause ja etwas besser auf die Spur...

Mittwoch, 19. November 2025

Tamnavulin Port Cask Edition

Es gibt ja die eine oder andere Destillerie, die völlig unter dem Radar fliegt, obwohl sie tollen Whisky macht. Wenn man aber bei Google nach "unter dem Radar", "Speyside" und "Destillerie" sucht, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass Tamnavulin unter den Top-Treffern sein wird. Dabei hat die Brennerei einige tolle Tropfen anzubieten, die preislich zum Teil deutlich im Einsteigersegment liegen. Das meine ich gar nicht negativ, sondern freue mich eher darüber, dass es noch Destillerien gibt, die einen Whisky im Angebot haben, der relativ günstig daherkommt, trotzdem aber ein eigenständiges Geschmacksprofil bietet. In diese Riege möchte sich aktuell die Port Cask Edition von Tamnavulin einreihen, die nach der ursprünglichen Reifung im Bourbon Cask ein Finish in Tawny Port Pipes erhalten hat. Natürlich würde ich mir dafür etwas mehr als die hier vorliegenden 40% wünschen, aber wir sprechen hier ja nicht über einen Whisky, der für die absoluten Nerds gemacht wurde, sondern einen eher breiteren Geschmack treffen soll.

Sonntag, 9. November 2025

RurRöster Kaffeemanufaktur Stonewood Whisky-Coffee und Stonewood Dra (Brennerei Schraml)

Ehrlicherweise habe ich bis vor gut drei Jahren so gut wie gar keinen Kaffee getrunken, weil ich lange den Geschmack einfach nicht mochte. Irgendwie bin ich dann aber relativ plötzlich doch noch auf den Geschmack gekommen, habe aber auch schnell gemerkt, dass mir auch beim Kaffee eine sehr hohe Qualität wichtig ist, weshalb ich inzwischen ausschließlich bei kleinen Röstereien einkaufe. Schon ein paar Mal habe ich Kaffee gekauft, der in irgendeiner Form mit Whisky zu tun hat, sei es ein aromatisierter Kaffee oder Bohnen, die in einem Whiskyfass lagerten. Letzteres findet man immer mal wieder auch mit Nennung der jeweiligen Destillerie. So richtig begeistern konnte ich mich für die Kaffee-Varianten meistens nicht, zum Teil haben sie mir sogar überhaupt nicht geschmeckt. Deswegen war ich gleichzeitig skeptisch und neugierig, als ich auf der Whisky Fair in Bad Homburg am Stand von Stonewood einen Kaffee der Kaffeemanufaktur RurRöster entdeckte. Die Neugier hat letztlich gesiegt und eine Packung landete in meinem Rucksack. Bereut habe ich es nicht, denn mir schmeckt der Kaffee tatsächlich sehr gut. Heute möchte ich meine Eindrücke auch hier noch einmal zusammenfassen und gleichzeitig ein Glas des Whiskys genießen, der genutzt wurde, um den Kaffee zu aromatisieren.

Freitag, 31. Oktober 2025

Octomore 16.3 (Bruichladdich)

Ich bin ja ehrlicherweise gar nicht der größte Fan rauchiger Whiskys, vor allem dann nicht, wenn sie nicht von einem fruchtig-süßen Fass unterstützt werden. Trotzdem gefallen mir jedes Jahr wieder die Abfüllungen aus der Octomore-Reihe von Bruichladdich richtig gut, denn natürlich haben diese Tropfen in der Regel extrem hohe ppm-Werte, für mich steht der Rauch hier aber oftmals gar nicht so sehr im Vordergrund. Beim neuen Octomore 16.3 gibt es außerdem einen Fass-Mix aus Bourbon, Sauternes und PX, so dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass hier auch Fruchtigkeit und Süße eine gewichtige Rolle spielen werden. Auf der Whisky Live im Hamburg Anfang Oktober hatte ich die Möglichkeit, diesen Whisky am Stand von Bruichladdich zu probieren und anschließend sogar noch ein Sample im Altglas mit nach Hause nehmen zu können, um mich dort noch einmal ganz intensiv mit dem Whisky zu beschäftigen. Auf der Messe hatte ich mir den Octomore ganz bis zum Ende aufgespart, dort hat er mir gut gefallen. Ich bin jetzt gespannt, ob mein Messe-Eindruck richtig war.

Dienstag, 21. Oktober 2025

Milk & Honey Terroir Series (Dead Sea, Negev Desert, Jerusalem Mountains, Sea of Galilee)

In der Vergangenheit hatte ich schon so einige tolle Tropfen von der israelischen Milk & Honey Destillerie im Glas. Dabei haben mir bisher nicht nur die Standards zugesagt, vor allem die Single Casks und Small Batches waren regelmäßig meine Favoriten. Da hat es mich natürlich besonders neugierig gemacht, als die neue Terroir Series auf den Markt kam, die aus vier Abfüllungen besteht, die in den unterschiedlichsten Regionen Israels unter völlig unterschiedlichen klimatischen Bedingungen reiften. Hierbei geht die Reise vom Toten Meer über die Negev Wüste und das Judäische Bergland bis zum See Genezareth. Genau diese flüssige Rundreise werde ich jetzt gemeinsam mit meinem Glencairn antreten.