Wenn man einen tollen Blended Malt Whisky mit viel Rauch sucht, dann gibt es inzwischen bereits einige Abfüllungen mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben Big Peat, Smokehead oder Scarabus gehört für mich seit Jahren auch Peat´s Beast mit in diese Reihe, wobei es hier bisher sogar Single Malts waren, die abgefüllt wurden. Unter dem letztgenannten Label hat der deutsche Importeur Kammer Kirsch im letzten Jahr aber auch einige Single Casks auf den Markt gebracht. Diese Tatsache macht Peat´s Beast nicht nur für Whisky-Nerds noch interessanter, sondern hat auch nichts an den sehr attraktiven Preisen geändert. So gab es einen 20 Jahre alten Peated Single Malt Whisky aus den Highlands mit fassstarken 53,4% für rund EUR 100,-. Nein, damit kann man ausschließen, dass es ein Islay-Whisky ist, was mir persönlich aber relativ egal ist, wenn der Inhalt passt. Schließlich gibt es auch tolle torfige Tropfen außerhalb Islays. Tatsächlich darf man wohl davon ausgehen, dass es sich hier um einen Restbestand an Fässern vom inzwischen eingestellten Jura Prophecy handelt, da Jura ja vor einiger Zeit sein Sortiment und seine Ausrichtung angepasst hat. Ich halte meine Quelle an dieser Stelle für sehr verlässlich, trotzdem wurde ich darum gebeten, einen Smiley einzufügen, was ich hiermit erledige:😏.
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| Auf einen Blick | |
| Destillerie | k.A. | |
| Abfüller | Kammer Kirsch |
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| Abfüllung | Peat´s Beast Single Cask 2005/2025 Cask No. 5010 |
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| Art | Single Malt Scotch Whisky |
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| Region | Schottland / Highlands (Islands) |
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| Alter | 20yo |
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| Alkoholgehalt | 53,4% |
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| Fass | Ex-Bourbon Hogshead |
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| Inhalt | 0,7l |
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| Preisklasse | ca. EUR 100,- |
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Der Rauch ist durchaus gleich beim ersten Schnuppern sehr präsent, lässt aber ausreichend Platz für die weiteren Aromen. Dabei sticht vor allem ein karamellisierter brauner Zucker hervor, aber auch sehr erdige Noten finden Platz. Dazu kommt eine alte Holzscheune mit eingelagertem Heu, ungesüßte Haferkekse und eine frisch geöffnete Packung Weetabix. Der Rauch bleibt dabei eher erdig-kräuterig und trotz seiner 20 Jahre hat er sich eine schöne Getreidenote bewahrt.
Mund:
Am Gaumen kommt zunächst ganz besonders die schon beschriebene Karamellsüße aus braunem Zucker zum Vorschein, erst danach kommt der Rauch durch, der aber auch hier wieder sehr gut eingebunden ist. Aus den ungesüßten Haferkeksen ist nun die süßere Variante geworden, die aber immer noch zu viel Getreide transportiert, um zum Shortbread zu werden. Wieder gibt es auch erdige Töne, die von Heu begleitet werden. Ein bunter Strauß an Gartenkräutern hält sich dezent im Hintergrund, denn Süße, Malz und Rauch bestimmen insgesamt das Aroma.
Abgang:
Der Abgang ist lang und startet zunächst mit Karamell, bevor dann der Rauch das letzte Wort hat. Dabei bleibt der Whisky jederzeit elegant und gut abgerundet.
Fazit:
Viel Rauch, viel Süße und dazu Heu, Haferkekse und Weetabix, so startet der Tropfen in der Nase. Am Gaumen bleibt das Profil ganz ähnlich, allerdings gewinnt nun die Süße etwas mehr die Oberhand gegenüber dem Rauch, während die eher getreidigen Kekse mit der Zeit immer mehr zu Shortbread werden. Kräuteraromen kommen auch immer wieder zum Vorschein, im Abgang bleiben dann aber Karamell und vor allem Rauch im Vordergrund. Das macht in Summe sehr viel Spaß, auch wenn ich eigentlich eher Fan nicht-rauchiger Whiskys bin. Wenn ich aber Lust auf eine rauchige Bourbonfassreifung habe, dann wäre das ziemlich genau das Profil, das ich mir wünschen würde.
Der Whisky im Altglas wurde mir freundlicherweise von Sebastian Püttmann von Kammer Kirsch kostenlos zur Verfügung gestellt.
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