Ich gebe ganz offen zu, dass Macallan nicht unbedingt zu meinen liebsten Brennereien gehört. Die Standards leben meiner Meinung nach größtenteils nur noch vom guten Ruf vergangener Tage und sind eher Statussymbol als wirklich spannender Whisky. Dabei will ich gar nicht sagen, dass der Whisky schlecht wäre, aber er rechtfertigt eben leider für meinen Geschmack nicht mehr den aufgerufenen Preis. Zumindest in Bezug auf den Genuss sind die verschiedenen Sonderabfüllungen interessanter, aber auch hier passen Preis und Leistung in der Regel nicht mehr zusammen. Wenn man also einen spannenden Macallan mit mehr als 40% ins Glas bekommen möchte, dann muss man zumeist bei den unabhängigen Abfüllern schauen, wobei diese in den meisten Fällen den Brennereinamen nicht nennen dürfen. Anders sieht es im vorliegenden Fall aus, denn Gordon & MacPhail bringt einen Speymalt auf den Markt, bei dem tatsächlich auf der Flasche stehen darf, dass es sich um einen Macallan handelt. Nach 20 Jahren Reifezeit wird der Whisky in Fassstärke mit 59,4% abgefüllt und ist ausschließlich im stationären Handel erhältlich.