Im vergangenen Herbst war ich gemeinsam mit meiner Frau im Rahmen unserer letztjährigen Deutschland-Tour bei Slyrs am Schliersee zu Gast. Destillateur und Brand Ambassador Kilian Jonscher führte uns seinerzeit durch die heiligen Hallen, wobei das Herzstück in Form der eigentlichen Brennanlage gerade fehlte. Diese wurde erneuert und die neuen Anlagen sollen in diesem Frühjahr in Betrieb genommen werden. Damals stand gerade der Rye Fourty Eight in den Startlöchern, der wenige Tage später veröffentlicht wurde. Auf der diesjährigen Hanse Spirit haben wir Kilian wiedergetroffen und er hat uns eine Probe vom Fourty Eight mitgegeben, der mit einer erhöhten Trinkstärke von 48% ausgestattet ist, was aber auch der Name bereits verrät. Konzipiert ist er auch für die Bartender-Szene, wo er sich sehr gut in Cocktails machen soll. Ich bleibe aber bei den einfachen Dingen und schenke mir den Whisky pur ein.
Dienstag, 11. März 2025
Mittwoch, 27. November 2024
Slyrs Jubiläums-Edition 25 Jahre (Distiller´s Choice)
Im Jahr 1999, also inzwischen vor bereits 25 Jahren, floss der erste Slyrs New Make aus der Brennblase. Seitdem ist am Schliersee eine ganze Menge passiert, aber dieses Jubiläum muss natürlich trotzdem gefeiert werden. Von Beginn an dabei ist Destillateurmeister und heutiger Geschäftsführer Hans Kemenater, der die Fässer für diese Jubiläums-Edition im Rahmen der Distillers Choice-Reihe ausgewählt hat. Zwar ist die Abfüllung keine 25 Jahre alt, ich bin mir aber trotzdem sehr sicher, dass uns hier eine spannende Fasszusammensetzung erwartet. Als meine Frau und ich im September vor Ort waren, hatten wir bereits die Gelegenheit zu einem Probierschluck, der uns sehr zugesagt hat. Auf dem Bremer Bottle Market durften wir dann einen Anbruch dieser Abfüllung mitnehmen, um uns noch einmal zu Hause mit dem Whisky beschäftigen zu können. Darauf bin ich nun sehr gespannt!
Sonntag, 29. September 2024
Besuch bei der Slyrs Destillerie am Schliersee
Die südlichste Destillerie unserer diesjährigen Rundreise durch Deutschland befindet sich in Schliersee-Neuhaus und damit nur noch rund 20 Kilometer von der Grenze zu Österreich entfernt. Gefreut haben meine Frau und ich uns auf ein atemberaubendes Alpenpanorama und idyllische Spaziergänge am Schliersee, schließlich waren wir insgesamt vier Tage in Neuhaus. Dummerweise hatten wir uns die schlechtesten Tage dafür ausgesucht, denn es hat fast durchgängig geregnet und war so grau, dass man die Alpen kaum sehen konnte. Wir haben natürlich trotzdem das Beste daraus gemacht, auch wenn wir für einen Vormittag mit 1,5 Grad und Schnee Mitte September noch nicht wirklich ausgestattet waren. Sehr gefreut haben wir uns aber natürlich vor allem auch auf unseren Besuch bei Slyrs, wo wir mit Destillateur und Brand Ambassador Kilian Jonscher verabredet waren.
Samstag, 30. April 2022
Festival des deutschen Whiskys auf Burg Scharfenstein (Verband deutscher Whiskybrenner) Tag 1
Am letzten Aprilwochenende lädt der Verband der deutschen Whiskybrenner (VdW) zum ersten Festival des deutschen Whiskys ein. Gastgeber der Veranstaltung, die zukünftig immer bei wechselnden Mitgliedern des VdW stattfinden soll, ist diesmal Nine Springs auf der Burg Scharfenstein, wo gleichzeitig auch das ganze Wochenende die dortige Whiskywelt besucht werden kann. Am ersten Messetag fand sich hohe Prominenz ein, denn neben Gastgeber Bernd Ehbrecht richteten auch Leinefelde-Worbis Bürgermeister Marko Grosa, die Präsidentin des VdW Michaela Habbel und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ein paar eröffnende Worte an die Aussteller und die ersten anwesenden Gäste. Dabei ging es nicht nur um die Visionen von Bernd Ehbrecht, ohne den es die Whiskywelt Burg Scharfenstein heute nicht geben würde, sondern natürlich auch darum, dass sich die deutschen Brenner nicht als Konkurrenten sehen, sondern gemeinsam ein tolles Event wie das Festival des deutschen Whiskys auf die Beine stellen und sich hier als Einheit präsentieren.
Sonntag, 12. September 2021
Slyrs Bavarian Malt Whisky
Die Slyrs Destillerie vom Schliersee in Bayern ruft eine "New Era" aus und erinnert damit fast an Auchentoshan mit der "New Malt Order", die es vor einigen Jahren gab und mit der vor allem ein jüngeres Publikum und die Barszene angesprochen werden sollten. Dieses Ziel könnte auch beim Bavarian Malt Whisky von Slyrs naheliegen, denn die Aufmachung ist modern und der Preis von EUR 35,- muss sich auch vor schottischen Wettbewerbern nicht verstecken. Auf dem deutschen Markt ist der Whisky damit sogar ausgesprochen günstig. Was allerdings auffällt, ist die Tatsache, dass nirgendwo von einem Single Malt Whisky gesprochen wird, sondern lediglich von einem Bavarian Malt Whisky. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Zwar stammt der Großteil des enthaltenen Whiskys aus der Slyrs Destillerie, tatsächlich wurde aber auch von anderen Destillerien aus Bayern zugekauft, wie ich am Stand von Slyrs auf dem Köpenicker Whiskyfest gelernt habe. Und wer Drams United schon länger verfolgt, der weiß, dass ich immer neugierig werden, wenn irgendwo ein neuer deutscher Whisky auf den Markt kommt. Dementsprechend werde ich mich nun ausführlich mit dem neuen Slyrs beschäftigen, der "100% Pure Passion" verspricht.
Mittwoch, 20. Januar 2021
Hoppebräu Oak Aged Imperial Stout Slyrs Mountain Edition (Jahrgang 2019)
Normalerweise geht es an dieser Stelle um Whisky, aber ab und zu muss man auch mal über den Tellerrand blicken. Craft Beer fand ich eigentlich schon immer ganz spannend, aber gerade in den letzten Monaten habe ich das handwerklich hergestellte und extrem abwechslungsreiche Bier sehr zu schätzen gelernt. Dabei gefallen mir die dunklen Porter und Stouts oftmals besonders gut, weil sie tolle Kaffee- und Schokoladennoten zu bieten haben. Wenn das dann noch mit einer Reifung im Whiskyfass kombiniert wird, dann reizt mich das natürlich ganz besonders. In diesem Fall hat sich Hoppebräu aus dem bayrischen Waakirchen um ein Fass der Slyrs Mountain Edition bemüht, um ihr Imperial Stout darin für vier Monate reifen zu lassen. Dabei hat sich ein Alkoholgehalt von stolzen 11,7% ergeben. Das ist natürlich ein Bier, von dem man nicht fünf Flaschen an einem Abend trinken kann. Bei einem Flaschenpreis von EUR 12,- würde ich das allein deswegen schon gar nicht wollen. Trotzdem erwarte ich hier ein zwar sehr schweres, aber trotzdem wirklich interessantes Bier, mit dem man sich eine ganze Weile beschäftigen kann.