Mit dem Besuch beim German Rum Festival in Berlin war es mal wieder Zeit für einen Blick über den Tellerrand. Meine Leidenschaft gilt natürlich weiterhin dem Whisky, aber ab und an darf es auch mal ein Rum sein. Besonders begeistert hat mich in Berlin unter anderem der Ramero Rum von den Heimat Distillers, die auf halber Strecke zwischen Mannheim und Stuttgart zu Hause sind. Neben zwei Abfüllungen, die ein Finish in verschiedenen Weinfässern erhalten haben, landete auch eine satte 19 Jahre alte Abfüllung von Diamond Distillers aus Guyana in meinem Rucksack, die im Port Mourant Still Verfahren aus Melasse hergestellt wurde. Dies ist übrigens die einzige Abfüllung der Heimat Distillers, die nicht in Deutschland reifte, sondern aus einem Lager in Liverpool stammt. Nach seiner Reifezeit im 190l-Bourbon Cask hat der Rum nun mit fassstarken 59,2% den Weg in mein Glas gefunden.
Mittwoch, 25. September 2024
Donnerstag, 14. September 2023
HSE Rhum Agricole Extra Vieux 2014/2021 Kilchoman Cask Finish
Vor einiger Zeit fanden in Hamburg mal wieder die Sugarcane Days statt, die von Chris Rickert ausgerichtet werden, der auch für die Hanse Spirit verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, dreht sich bei den Sugarcane Days allerdings alles um Rum und aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Juniper Days um Gin. Mit Gin kann ich ja leider nicht besonders viel anfangen, Rum finde ich allerdings immer wieder spannend. Diesmal bin ich auf der Messe gemeinsam mit meiner Frau sehr lange am Stand von Spirit of Rum hängengeblieben, wo uns Charles Ghattas durch verschiedene Stile und Abfüllungen führte. Besonders interessant fand ich einen Rhum Agricole, also einen aus Zuckerrohrsaft hergestellten Rhum im französischen Stil, der im Kilchoman Fass gefinished wurde. Bei HSE von der zu den Antillen zählenden Insel Martinique gibt es solche Finishes in verschiedenen Fässern häufiger, deswegen werde ich mich sozusagen als Appetizer gleich noch mit einem weiteren Rhum aus dieser Brennerei beschäftigen, der ein Finish im nicht-rauchigen Whiskyfass der französischen Destillerie Rozelieures erhalten hat. Auch wenn Rhum nicht mein eigentliches Zuhause ist, freue ich mich auf diese beiden Tropfen!
Sonntag, 6. August 2023
J.G. Thomson Whisky & Spirits (Blended Malt Scotch Whisky Sweet, Rich und Smoky, Citrus Dry Gin und Bold Jamaican Rum)
Im vergangenen Jahr hatte ich auf dem Bremer Bottle Market am Stand vom deutschen Importeur Prineus die Möglichkeit, die Blended Malts vom unabhängigen Abfüller J.G. Thomson zu probieren. Dabei war ich von den mit knapp EUR 40,- recht günstigen Blends sehr überzeugt. Die durchweg 46% haben eine ganze Menge an spannenden Aromen transportiert, was sich durch die Varianten Sweet, Rich und Smoky komplett durchzog. Vor kurzer Zeit erreichte mich nun ein Paket von Prineus, das ein mysteriöses weißes Pentagon mit dem dezenten Aufdruck J.G. Thomson enthielt. Nach dem Öffnen standen Samples der drei Blended Malts sowie ein Citrus Dry Gin und ein Jamaica Rum vor mir. Nun ist Gin nicht unbedingt meine liebste Spirituose, aber vor allem bei den drei Whiskys freue ich mich sehr darauf, diese noch einmal ganz in Ruhe zu Hause probieren zu können. Wenn es um Rum geht, dann sagt mir oft Jamaica mit den zu erwartenden Esther-Noten besonders zu. Deshalb freue ich mich auch auf diesen Tropfen. Dementsprechend verliere ich jetzt keine Zeit und lege mit der Verkostung los!
Donnerstag, 8. Juni 2023
Camikara Rum 12yo
Natürlich dreht sich hier auf Drams United (fast) immer alles um Whisky, aber ab und zu muss man auch mal wieder über den Tellerrand blicken. Das gilt insbesondere dann, wenn man vom deutschen Importeur so spannender Abfüllungen wie Fable, Indri oder Lindores Abbey ein Sample mit dem Hinweis in die Hand gedrückt bekommt, dass der spannende Inhalt des Fläschchens in Kürze auf den deutschen Markt kommen wird. Seit einiger Zeit ist es nun so weit und der Camikara Rum aus Indien hat es auch in regulärer Flaschengröße nach Deutschland geschafft. Hergestellt aus Zuckerrohrsaft reifte der Rum für zwölf Jahre in American Oak Fässern und wurde mit einem Alkoholgehalt von kräftigen 50% abgefüllt. Wie schon beim Indri Whisky, der ebenfalls von Piccadily Distilleries stammt, hat natürlich auch hier der Name eine besondere Bedeutung in der altindischen Sprache Sanskrit. Camikara bedeutet "Flüssiges Gold".
Donnerstag, 20. Januar 2022
Brennerei Henrichs Online-Tasting mit Gilors Whisky, Mandarina Gin und Henrich´s Rum (Simple Sample)
Wenn Simple Sample und die Brennerei Henrich gemeinsame Sache machen, dann muss ich natürlich dabei sein. Leider konnte ich krankheitsbedingt nicht live am Tasting teilnehmen, sondern konnte mir den Stream nur mit Kamillentee und in meine Decke eingewickelt ansehen. Zum Glück kann man aber auch später noch jederzeit auf die Aufzeichnung zugreifen, so dass ich einige Tage später noch einmal die sechs Spirituosen des Tastings probieren konnte. Tatsächlich ging es eben nicht nur um die wirklich tollen Whiskys der Brennerei Henrich, die unter dem Namen Gilors abgefüllt werden. Zu zwei Whiskys, die ich allerdings beide schon kannte und sehr gut in Erinnerung hatte, kamen nämlich noch zwei Rum-Abfüllungen aus der Henrich´s Rum-Reihe sowie der Mandarina Dry Gin in der klassischen und in der Barrel Aged Variante. Durch das Tasting führten neben Steffen und Olli von Simple Sample Marc Fiederer, der vielen u.a. von Alles rund um Whisk-e-y ein Begriff sein dürfte, und natürlich Ralf Henrich.
Donnerstag, 26. August 2021
82 Chapters to Newcastle - Single Cask Cask Strength Rum Pacherenc Finish 7yo (Faultier Nr. 3)
Dass ich eigentlich beim Whisky zu Hause bin, ist kein Geheimnis. Trotzdem finde ich es auch extrem spannend, immer mal wieder andere Spirituosen zu probieren und dabei über den Tellerrand zu schauen. Ab und zu bleibe ich dann auch mal beim Rum hängen, denn da gibt es immer wieder spannende Abfüllungen, wobei mir die Standards, die man im Supermarkt findet, in aller Regel zu süß sind. Deshalb beschäftige ich mich gerne mit Rum, dem eben kein Zucker mehr zugesetzt wurde. Und an dieser Stelle kommen Hadrian vom unabhängigen Abfüller 82 Chapters to Newcastle und meine Frau ins Spiel. Hadrian war nämlich der Meinung, dass es eine gute Idee wäre, einen spannenden Rum mit Pacherenc Finish in Fassstärke abzufüllen und ein Faultier aufs Label zu drucken. Meine Frau wiederum muss alles haben, auf dem Faultiere abgebildet sind, also musste auch dieser Rum (und seine beiden Vorgänger, denn die haben ebenfalls Faultiere auf dem Label) ins Haus. Ob Hadrian jetzt meinen Vorschlag annimmt, auf jede seiner Abfüllungen ein Faultier zu drucken, damit ich freie Fahrt beim Einkauf habe, ist noch nicht vollständig verhandelt. Ob mir aber dieser Faultier-Rum genauso gut gefällt wie meiner Frau das Label, das werde ich jetzt herausfinden.
Sonntag, 18. Oktober 2020
Flight durch die Range von Simon´s Feinbrennerei (Pepper Gin, Bavarian Nordic Rum, Rye Whiskey, Kahlgrund Blend Whisky, Bavarian Single Pot Still Whiskey)
Es ist gerade mal ein paar Wochen her, da ging ein kleines Raunen durch die Welt des deutschen Whiskys. Simon´s Feinbrennerei hatte auf den Flaschen ein Symbol aufgedruckt, bei dem ein Männchen ein Hakenkreuz in einen Mülleimer wirft. Ein starkes und richtiges Signal, das ich absolut unterstütze! Trotzdem hat es dazu geführt, dass bei Google plötzlich schlechte Bewertungen auftauchten, die offenbar eine Reaktion auf das Symbol auf der Flasche waren. Das wiederum führte dazu, dass auf Facebook von einigen Leuten dazu aufgerufen wurde, zum Ausgleich möglichst viele gute Bewertungen abzugeben. Das finde ich allerdings immer dann schwierig, wenn ich ein Produkt gar nicht kenne. Deswegen habe ich Severin Simon, der sich für den Whisky aus Simon´s Feinbrennerei verantwortlich zeichnet, angeschrieben, um ein kleines Sample-Set zu bestellen, das einmal durch die Brennerei führt, dabei aber den Fokus auf Whisky belässt. Heute stelle ich nun diese fünf feinen Tropfen vor. Wenn sie mir genauso zusagen, wie der sympathische Kontakt zu Severin und die Einstellung der Brennerei, dann folgt natürlich auch noch die positive Bewertung auf Google.