Wenn ich ganz ehrlich bin, dann sagte mir die C. Dully Selection bis zum Besuch am Stand von Sansibar Whisky auf dem Bottle Market kurz vor Weihnachten gar nichts. Dass Gründer, Inhaber und Namensgeber Christian Dully aus der Schweiz sich schon lange mit Whisky beschäftigte, einen Tastingzirkel gründete, der alte und rare Flaschen öffnete und schließlich im Jahr 2019 mit eigenen Bottlings startete, war mir demnach ebenfalls unbekannt. Man muss aber auch sagen, dass die Flaschen mit ihrem sehr reduzierten Design auf Messen vielleicht nicht sofort ins Auge springen. Wenn man aber davor steht und sieht, was sich in den Flaschen befindet, dann hätte ich vielleicht auch in der Vergangenheit schon aufmerksam werden sollen. Heute habe ich beispielsweise einen 25 Jahre alten Blended Scotch Whisky im Glas, von dem offiziell nur bekannt ist, dass die enthaltenen Tropfen aus der Edrington Group stammen, zu der Macallan, Glenrothes und Highland Park gehören. Tatsächlich wird aber auch verraten, dass der Whisky aus einer sehr renommierten Speyside-Brennerei stammt. Es ist also zu vermuten, dass man es hier mit einem Tea-Spooned Macallan zu tun hat.
Dienstag, 27. Januar 2026
Sonntag, 10. Dezember 2023
Turntable Blended Scotch Whisky Paradise Funk
Mit Turntable ist vor einiger Zeit ein neuer Player auf dem Blend-Markt erschienen. Zu den ersten Abfüllungen gehört der Paradise Funk, der passend zum Namen natürlich auf Musik anspielt, aber auch spannende innere Werte anzubieten hat. Dabei soll ein Benrinnes für die fruchtigen Noten sorgen, während ein im Cognac Fass gereifter Invergordon eine gewisse Würze sowie die laut Beschreibung sehr präsente Ananas-Note mitbringt. Laut Whiskybase sollen außerdem Knockdhu, Blair Athol und North British enthalten sein. Ich hatte zwar schon zwei Abfüllungen von Turntable im Glas, den Paradise Funk kenne ich allerdings noch nicht, daher bin ich sehr gespannt, ob er mich mit seinen Funky Vibes anspricht. Wie immer gilt natürlich, dass man das nur durch ausführliches Probieren herausfinden kann. Das gehe ich heute an und schildere nachfolgend natürlich wieder meine Eindrücke dazu.
Sonntag, 6. August 2023
J.G. Thomson Whisky & Spirits (Blended Malt Scotch Whisky Sweet, Rich und Smoky, Citrus Dry Gin und Bold Jamaican Rum)
Im vergangenen Jahr hatte ich auf dem Bremer Bottle Market am Stand vom deutschen Importeur Prineus die Möglichkeit, die Blended Malts vom unabhängigen Abfüller J.G. Thomson zu probieren. Dabei war ich von den mit knapp EUR 40,- recht günstigen Blends sehr überzeugt. Die durchweg 46% haben eine ganze Menge an spannenden Aromen transportiert, was sich durch die Varianten Sweet, Rich und Smoky komplett durchzog. Vor kurzer Zeit erreichte mich nun ein Paket von Prineus, das ein mysteriöses weißes Pentagon mit dem dezenten Aufdruck J.G. Thomson enthielt. Nach dem Öffnen standen Samples der drei Blended Malts sowie ein Citrus Dry Gin und ein Jamaica Rum vor mir. Nun ist Gin nicht unbedingt meine liebste Spirituose, aber vor allem bei den drei Whiskys freue ich mich sehr darauf, diese noch einmal ganz in Ruhe zu Hause probieren zu können. Wenn es um Rum geht, dann sagt mir oft Jamaica mit den zu erwartenden Esther-Noten besonders zu. Deshalb freue ich mich auch auf diesen Tropfen. Dementsprechend verliere ich jetzt keine Zeit und lege mit der Verkostung los!
Sonntag, 13. März 2022
Black Bottle 10 Years Limited Edition
Ich gebe ja zu, dass Blended (Malt) Whisky hier auf Drams United traditionell eher eine untergeordnete Rolle spielt. Dabei gibt es meiner Meinung nach wirklich hervorragende Blends, deren Herstellung zudem auch noch eine hohe Handwerkskunst erfordert, denn das Verblenden von verschiedenen Elementen zu einem harmonischen Whisky ist komplizierter und anspruchsvoller als viele denken mögen. Das liegt aber natürlich zu einem großen Teil auch daran, dass vieleWhisky-Genießer Blended Whisky mit billigen Supermarkt-Abfüllungen gleichsetzen. Es gibt jedoch sehr viele Beispiele, die belegen, dass ein Blended Whisky ein wirklich toller Tropfen sein kann. Heute möchte ich herausfinden, ob auch die zehn Jahre alte Variante vom Black Bottle dazugehört. Der Malt-Anteil dieses Whiskys stammt zu 95% von Islay und enthält getorften und ungetorften Bunnahabhain, dazu kommt dann noch ein guter Schuss Ledaig.
Dienstag, 9. Februar 2021
Johnnie Walker Blonde
Der Blonde Johnnie ist ein Mix aus fruchtigen Malt Whiskys und milden Grains aus Weizen, was in Summe einen milden Blend ergeben soll, der auch (oder vor allem) die Barszene und Menschen begeistern soll, die eigentlich eher keinen Whisky bestellen würden. Insbesondere zielt man damit auf die Cocktail-Mixer ab, um den Johnnie Blonde als Basis für verschiedene Drinks zu verwenden. Da ich eher der Purist bin, probiere ich den Blonde natürlich erst einmal pur. Ich erwarte fruchtig-süße Aromen, aber auch nicht zu viel Tiefe, denn bei einem Preis von unter EUR 20,- kann man sicherlich keine zu große Komplexität erwarten. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf diesen Blend, denn schließlich gibt es abseits vom Red Label ausgesprochen gute Tropfen mit dem Spaziergänger auf dem Etikett - wenn diese auch spätestens seit der Änderung der Laufrichtung Gerüchten zufolge etwas nachgelassen haben. Jetzt aber ab mit dem Johnnie Walker Blonde ins Glas, denn nur dadurch lässt sich feststellen, ob ein Kauf wirklich lohnend ist.