Donnerstag, 5. März 2026

Vier Exklusivabfüllungen für deinwhisky.de: Ballindalloch, Ben Nevis, Craigellachie und Indri

Ich stelle immer wieder fest, dass meine Sample-Kiste einfach zu voll ist. Dabei schlummern da so tolle Sachen, die ich eigentlich immer am liebsten sofort probiert hätte, aber ich bin sicherlich nicht allein damit, dass ich es eben doch nicht immer so schnell schaffe. Beim Durchschauen der Samples sind mir jetzt vier exklusive Abfüllungen vom deutschen Online-Händler deinwhisky.de in die Hände gefallen, auf die ich mich sehr gefreut hatte. Alle vier Abfüllungen sind aktuell noch erhältlich, so dass ich mir die Tropfen jetzt endlich zu Gemüte führen möchte. Es handelt sich dabei um einen acht Jahre alten Ballindalloch aus dem First Fill Bourbon Cask, einen Ben Nevis aus dem Sherry Hogshead von Malts of Scotland, einen ebenfalls von Malts of Scotland aus dem Sherry Hogshead abgefüllten Craigellachie sowie einen sieben Jahre alten Indri aus dem Bourbon Cask. Alle klingen auf dem Papier so, als würden sie meinen Geschmack genau treffen, vor allem Ballindalloch und Indri habe ich in den letzten Jahren sehr in mein Herz geschlossen. Ich bin gespannt, wie die beiden im Vergleich zu den Malts of Scotland-Abfüllungen abschneiden.


Zum Start schenke ich mir den achtjährigen Ballindalloch ein, der im First Fill Bourbon Cask reifen durfte und mit kräftigen 60,6% daherkommt. In der Nase ist der Alkohol aber zunächst gar nicht so präsent, sondern es kommen zunächst frischer Mürbeteig und Karamell zum Vorschein. Dazu gesellen sich ein milder Honig und Vanille, bevor dann die fruchtigen Aromen durchkommen, die sich vor allem in Form von Honigmelone, Aprikose und Pfirsich zeigen. Am Gaumen macht der Teig Platz für noch mehr Honig und Karamell, aber hier sind nun die Früchte deutlicher erkennbar. Aprikose und Pfirsich stehen dabei weiterhin im Mittelpunkt, aber auch reife Mangos sind durchaus präsent. Alles ist mit viel Vanille und Karamell kombiniert, im Abgang dann auch noch mit einer leichten Ingwerschärfe. Weiter geht es im Anschluss mit dem Ben Nevis aus dem Sherry Hogshead. Hier geht es sehr fruchtig und süß in der Nase los, allerdings gibt es jetzt die erwarteten dunklen Früchte statt der hellen Variante vom Ballindalloch. Waldbeeren, rote Äpfel, Zwetschgen und Datteln mischen sich mit Karamell und kräftigem Honig. Der Gaumen startet dann sogar noch etwas süßer, denn besagter Honig drängelt sich kurz in den Vordergrund, um dann den dunklen Früchten wieder die Bühne zu überlassen. Cremig bleibt der Whisky dann lange am Gaumen hängen, dabei gibt es im Abgang noch einen Hauch Chili.

Weiter geht es dann mit dem ältesten Tropfen der heutigen Runde, nämlich dem 16 Jahre alten Craigellachie, der ebenfalls wieder von Malts of Scotland abgefüllt wurde und im Sherry Hogshead reifte. Die Nase erinnert mich fast an einen Bratapfel, denn neben einem süßen Apfel erkenne ich auch Vanille, Marzipan und nussige Aromen. Besonders der nussige Mix aus Mandeln, Haselnüssen und Walnüssen tritt mit der Zeit immer mehr in den Vordergrund, ohne dabei aber die Süße zu verlieren. Ein ledriger Touch schwingt im Hintergrund mit. Am Gaumen geht es zunächst sehr süß los, denn hier stehen Honig, Karamell und Vanille im Vordergrund. Danach kommt aber auch hier wieder der süße Apfel zum Vorschein, der sich mit nussigen Aromen verbindet. Zum Finale schenke ich mir noch den sieben Jahre alten Indri ein, der bei sehr hohen Temperaturen im Bourbon Cask reifte. Für mich etwas unerwartet nehme ich zunächst sehr fruchtig-saftige Orangen wahr, die sich dann mit Karamell, braunem Zucker und Espresso verbinden. Geschmacklich rücken dann Karamell und Kaffee sogar noch etwas mehr in den Vordergrund, aber auch die Orange bleibt weiter präsent. Ein Ricola Kräuterzucker schwingt irgendwo mit, fügt sich aber sehr gut ins Gesamtprofil ein.

Die vier Whiskys waren durchweg qualitativ sehr gut, aber natürlich entwickelt sich beim Durchprobieren ein persönlicher Favorit. Dies ist bei mir am Ende ganz klar der Indri, der mich mit seinem Mix aus Orangen und Kaffee absolut überzeugt hat. Der Ballindalloch passt mit seinem fruchtigen Aroma sicherlich eher in die Sommerzeit, schmeckt mir aber auch bei den beim Probieren noch vorherrschenden Minusgraden sehr gut. Die beiden Abfüllungen aus dem Sherry Hogshead sind für mich geschmacklich gleichauf, denn beide gefallen mir sehr gut. Der Ben Nevis ist dabei etwas fruchtiger, während der Craigellachie etwas mehr auf der nussigen Schiene unterwegs ist. Am Ende macht man aber mit keiner der Abfüllungen etwas falsch.


Die Samples wurden mir freundlicherweise kostenlos von deinwhisky.de zur Verfügung gestellt.

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