Sonntag, 26. Mai 2019

Säntis Malt Edition Alpstein No. XIV

Der in Deutschland wahrscheinlich bekannteste Whisky aus der Schweiz ist Säntis Malt aus der Brauerei Locher in Appenzell. Die Brauerei hat eine lange Tradition, die bis ins 18. Jahrhundert reicht, allerdings durften bis 1999 in der Schweiz keine Spirituosen aus Getreide hergestellt werden, was natürlich die Produktion von Whisky unmöglich machte. Nachdem das Verbot aufgehoben wurde, war die Brauerei Locher der Vorreiter für Whisky aus der Schweiz. Die Besonderheit dabei ist, dass für die Reifung grundsätzlich Bierfässer genutzt werden. So entstehen neben einigen Standards - beliebt und vielleicht am bekanntesten ist die torfige Edition Dreifaltigkeit - auch Reihen von Sonderabfüllungen. Bei der Edition Alpstein wurde Ende 2017 bereits die No. XIV abgefüllt, die auf 2.200 Flaschen limitiert ist und nach fünf Jahren im Bierfass ein zweijähriges Finish im Dolc de Mendoza-Fass, also einem Süßweinfass aus Alicante in Spanien, erhalten hat.







Auf einen Blick

DestillerieSäntis (Brauerei Locher)

AbfüllerOriginalabfüllung

AbfüllungEdition Alpstein No. XIV

ArtSingle Malt Whisky

RegionSchweiz

Alter7yo

Alkoholgehalt48%

FassBierfass, Finish in Dolc de Mendoza-Fässern

Inhalt0,5l

PreisklasseEUR 63,-




Nase

Sehr fruchtig kommt der Whisky daher mit Äpfel, Birnen, Beeren und Zitrusfrüchten. Daneben gibt es aber auch eine ganz leichte Kakaonote, die von Rosinen und getrockneten Beeren begleitet wird. Vanille und Karamell sind ebenfalls vorhanden, ganz im Hintergrund meine ich eine ganz leichte Hopfennote erkennen zu können.

Mund

Auch am Gaumen geht es süß und fruchtig zu, wobei nun Honig ganz klar das Profil dominiert. Dazu kommen aber verschiedene Früchte wie Apfel, Orange und Pflaume, die allerdings bereits zu süßer Marmelade verarbeitet wurden. Kakao, Muskat und Hopfen bringen eine leichte Würze mit ins Spiel.

Abgang

Der Abgang fällt mittellang aus und bietet zunächst wieder ein schönes Honigaroma, das sich zwar auch bis zum Ende hinzieht, dabei aber etwas an Süße verliert. Dazu kommt ein ganz leichtes Hopfenaroma und etwas Getreide.


Fazit

Der Whisky gefällt mir sehr gut mit seinem fruchtigen Aroma in der Nase und der dazu passenden Würze am Gaumen. Äpfel, Birnen, Beeren und Zitrusfrüchte, die entweder mit Honig verfeinert oder zu Marmelade verkocht werden, dominieren den Whisky in der Nase und am Gaumen, dabei wird er aber nie zu süß, weil auch würzige Noten für eine spannende Abwechslung sorgen. Das Bierfass schwingt im Hintergrund immer leicht mit, das Finish im Süßweinfass hat dem Whisky aber sicherlich seinen Stempel aufgedrückt. Wer noch eine der insgesamt 2.200 Flaschen in die Hände bekommt, sollte dem Schweizer Whisky einfach mal eine Chance geben. Man wird bei dieser Abfüllung nicht enttäuscht, darf dabei aber auch keinen Schotten erwarten.

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