Mittwoch, 20. November 2024

Destillerie Kammer-Kirsch Kirschbrand Special Edition Rotweinfass gereift

Ausnahmsweise geht es an dieser Stelle einmal nicht um Whisky, sondern ich beschäftige mich heute mit einem zumindest in meiner Erinnerung richtig tollen fassgelagerten Obstbrand. Aus der Destillerie Kammer-Kirsch stammt ein Kirschbrand, der im Rotweinfass reifen durfte. Erstmals probieren konnte ich die Brände von Kammer-Kirsch im vergangenen Jahr auf dem Bremer Bottle Market. Auch in diesem Jahr hatte Florian Weiß wieder einige Brände mit am Stand, wobei mich dieser Kirschbrand auf dem Bottle Market ganz besonders begeistert hat. Zum Glück drückte mir Flo zum Ende der Messe die Restflasche in die Hand, so dass ich mich nun auch noch einmal zu Hause mit diesem Brand beschäftigen kann. Ich bin richtig gespannt darauf, ob mir diese fruchtige Spirituose auf der heimischen Couch noch genauso gut gefällt wie auf der Messe.








Auf einen Blick

DestillerieDestillerie Kammer-Kirsch

AbfüllerOriginalabfüllung

AbfüllungKirschbrand Special Edition Rotweinfass gereift

ArtKirschbrand

RegionDeutschland

AlterNAS

Alkoholgehalt46%

FassRotweinfass

Inhalt0,7l

PreisklasseEUR 45,-




Nase:

Wenig überraschend geht es los mit ganz viel Kirsche in der Nase. Dabei wirken die Früchte extrem reif, fleischig und üppig, ohne aber über den richtigen Reifegrad hinaus zu sein. Sehr schön ergänzt wird die Kirsche dann vor allem durch Mandeln und Marzipan, aber auch eine dezente Eichenwürze ist zu erkennen. Ganz dezente Kräuter runden das Profil in der Nase letztlich ab, wobei ich etwas Thymian zu erriechen glaube, gleichzeitig aber auch ein wenig Liebstöckel und Rosmarin.

Mund:

Logischerweise geht es auch hier wieder mit sehr viel Kirsche los, die nun in frischer wie auch in eingekochter Version als Marmelade zu erkennen ist. Wieder gibt es eine schöne Mandelnote, die die Kirsche sehr schön ergänzt. Am Gaumen ist die Eiche dann deutlich stärker vertreten als in der Nase, ohne aber zu aufdringlich zu werden. Leichte Kräuteraromen tauchen auch hier wieder auf, allerdings bleibt natürlich die Kirsche das bestimmende Element.

Abgang:

Der Abgang ist überraschend lang und wird natürlich vor allem von der Kirsche bestimmt, aber auch Eiche und Kräuter bleiben bis zum Ende hängen.


Fazit:

Ja, natürlich ist es ein Kirschbrand. Logischerweise steht demnach auch die Kirsche ganz klar und dauerhaft im Vordergrund. Trotzdem hat die Reifung im Rotweinfass für jede Menge spannender Aromen über die Kirsche hinaus gesorgt. In der Nase gibt es ein kirschiges Marzipan, wobei gleichzeitig erste Kräuteraromen auftauchen, von denen Thymian am präsentesten ist. Am Gaumen kommen der Rotwein, Kräuter und Eiche noch deutlicher durch und ziehen sich auch in den überraschend langen Abgang durch. Wenn es mal kein Whisky sein soll, man aber Lust auf fruchtige Noten mit Fasseinfluss hat, dann ist dieser Kirschbrand genau das Richtige. Mir zumindest gefällt er richtig gut!


Das Sample im Altglas wurde mir freundlicherweise von Florian Weiß von Kammer-Kirsch auf dem diesjährigen Bottle Market kostenlos zur Verfügung gestellt.

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