Im Jahr 1999, also inzwischen vor bereits 25 Jahren, floss der erste Slyrs New Make aus der Brennblase. Seitdem ist am Schliersee eine ganze Menge passiert, aber dieses Jubiläum muss natürlich trotzdem gefeiert werden. Von Beginn an dabei ist Destillateurmeister und heutiger Geschäftsführer Hans Kemenater, der die Fässer für diese Jubiläums-Edition im Rahmen der Distillers Choice-Reihe ausgewählt hat. Zwar ist die Abfüllung keine 25 Jahre alt, ich bin mir aber trotzdem sehr sicher, dass uns hier eine spannende Fasszusammensetzung erwartet. Als meine Frau und ich im September vor Ort waren, hatten wir bereits die Gelegenheit zu einem Probierschluck, der uns sehr zugesagt hat. Auf dem Bremer Bottle Market durften wir dann einen Anbruch dieser Abfüllung mitnehmen, um uns noch einmal zu Hause mit dem Whisky beschäftigen zu können. Darauf bin ich nun sehr gespannt!
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| Auf einen Blick | |
| Destillerie | Slyrs Bavarian Whisky Distillery | |
| Abfüller | Originalabfüllung |
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| Abfüllung | Slyrs Jubiläums-Edition 25 Jahre |
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| Art | Single Malt Whisky |
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| Region | Deutschland |
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| Alter | NAS |
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| Alkoholgehalt | 48,8% |
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| Fass | 5 Fasstypen |
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| Inhalt | 0,7l |
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| Preisklasse | EUR 120,- |
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Honigsüße, Karamell, Kräuter und ein ganz hintergründiger Rauch sind die ersten vier Elemente, die ich direkt nach dem Einschenken wahrnehme. Vanille verstärkt die süßen Aromen sogar noch, erst einen kleinen Augenblick später tauchen dann auch verschiedene helle Früchte auf. Dabei stechen Bananen, Aprikosen, Cantaloupe-Melonen und Kakis besonders hervor. Mit der Zeit mischen sich zudem noch frisch geknackte Haselnüsse und blanchierte Mandeln mit ins Profil, während der Rauch weiterhin wahrnehmbar bleibt, aber sich doch sehr im Hintergrund hält.
Mund:
Am Gaumen sind nun Nüsse und cremiges Karamell deutlich intensiver zu erkennen. Der Whisky wirkt recht süß, ohne dabei zu sehr auf die süße Seite zu kippen, denn tatsächlich erzeugt er eher eine gewisse Trockenheit. Die Nüsse und Mandeln werden dann aber sehr schnell auch von verschiedenen Gewürzen begleitet, von denen Muskat, Pfeffer und Zimt am präsentesten sind. Von den fruchtigen Aromen aus der Nase ist nun so gut wie nichts mehr zu erkennen, der Rauch bleibt auch hier weiterhin sehr dezent.
Abgang:
Der Abgang fällt relativ lang aus und bietet neben der bereits beschriebenen Trockenheit vor allem wieder viel Karamell. Die nussigen Aromen mischen auch hier wieder mit, nun aber gemeinsam mit einer kandierten Papaya und einem weiterhin sehr dezenten Rauch im Hintergrund.

Da hat Hans Kemenater eine ganz spannende Auswahl an Fässern fürs Jubiläum ausgesucht. Durchweg hat der Tropfen eine süße Mischung aus Honig und Karamell zu bieten, aber auch ein dezenter Rauch zieht sich durchs gesamte Profil. Dazu kommen in der Nase helle Früchte wie Bananen, Aprikosen und Cantaloupe-Melonen, die dann am Gaumen so gut wie gar keine Rolle mehr spielen. Stattdessen übernehmen nun Mandeln, Nüsse und Gewürze das Kommande, während der Whisky ein durchaus trockenes Mundgefühl erzeugt. Der Abgang ist dann relativ lang und bietet neben Karamell und leichtem Rauch auch wieder eine fruchtige Komponente.
Das Sample im Altglas wurde mir freundlicherweise von Kilian Jonscher am Stand von Slyrs auf dem diesjährigen Bottle Market kostenlos zur Verfügung gestellt.
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