Beim Festival des deutschen Whiskys auf Burg Scharfenstein habe ich im April erstmals den Chiemsee-Whisky mit dem passenden Namen Kymsee probiert. Hierbei handelt es sich um die rund 500 Jahre alte Schreibweise des namensgebenden Sees, an dessen Ufer die Destillerie liegt. Auf der Messe hat mir überraschenderweise ein Whisky der Brennerei besonders gut gefallen, der zunächst im Portfass lag und dann ein Finish in einem kleinen Laphroaig-Fass erhalten hat. Port und Rauch in Kombination gefällt mir eigentlich sehr gut, aber ich mag die medizinischen Noten des Laphroaigs in der Regel nicht, die hier aber zumindest in meiner Erinnerung nicht zum Vorschein kamen. Damit ich mir nun noch einmal ein genaueres Bild der Brennerei machen kann, habe ich neben diesem tollen Tropfen noch eine reine Bourbonfassreifung mit nach Hause genommen. Beide kommen nun noch einmal ins Glas, um zu überprüfen, ob mein Riecher auf Burg Scharfenstein richtig war.