Wenn man sich das Foto ansieht, dann wird nicht sofort offensichtlich, dass es schon ein paar Tage zurückliegt, dass ich mich ausführlich mit dem Secret Orkney von Cooper´s Choice beschäftigt habe. Tatsächlich hatte ich den Whisky schon im Frühjahr im Glas, aber jetzt passt das Foto auch endlich wieder in die Jahreszeit. Der Tropfen hat ein Finish im Jamaican Rum Cask erhalten hat und ist in Summe zehn Jahre alt. Da ich zuletzt von unabhängigen Abfüllungen von Orkney, die offensichtlich in aller Regel nicht von Scapa stammen, sehr begeistert war, habe ich mir diesen Tropfen vorgenommen, dann ist er aber in meinem Archiv etwas in Vergessenheit geraten. Das ändert aber nichts daran, dass mir vor allem das Rum Finish beim Kauf ins Auge gestochen ist, das man bei Highland Park nicht alle Tage erhält. Ob der Whisky mit seinen kräftigen 56% meinen Geschmack getroffen hat, verrate ich natürlich gern nachfolgend.
Donnerstag, 8. Dezember 2022
Mittwoch, 28. September 2022
Dramfool High Parkland 2006/2022 Cola Ali Oloroso Hogshead Finish (Messebottling Köpenicker Whiskyfest)
Mit dem unabhängigen Abfüller Dramfool habe ich mich erst auf dem diesjährigen Köpenicker Whiskyfest zum ersten Mal richtig auseinandergesetzt. Vorher war mir zwar bewusst, dass es diesen Abfüller gibt und dass Jim McEwan hier seine Finger mit im Spiel hat, so richtig damit beschäftigt habe ich mich aber nicht. Das hat sich in Köpenick geändert, wo ich Inhaber Bruce Farquhar traf und meinen ersten Dramfool-Whisky ins Glas bekam. Es handelte sich um einen 16 Jahre alten High Parkland, der zunächst im Bourbon Hogshead reifte und dann für die letzten zwei Jahre in ein ex Cola Ali Oloroso Hogshead umzog. Und nein, es handelt sich hier nicht um Schreibfehler. In vielen Fällen dürfen unabhängige Abfüller die Namen der Brennereien nicht benutzen und denken sich dann Systeme aus, wie man trotzdem herausfinden kann, was sich hinter dem Whisky versteckt. So macht es die SMWS mit den Ziffern, die für die Destillerien stehen, oder der Whisky Druide bei Scotch Universe mit den Koordinaten. Bei Dramfool hat man sich für Anagramme entschieden, die mal mehr und mal weniger eindeutig sind. Bei High Parkland und Cola Ali wird sicherlich jeder eine Idee haben, was sich dahinter verbirgt. Mich hat der Whisky auf der Messe jedenfalls sehr überzeugt, was übrigens auch noch für viele andere Abfüllungen am Stand galt. Heute beschäftige ich mich aber zunächst einmal mit dem High Parkland.
Freitag, 12. November 2021
Whisky & Rum Festival im Bordershop Puttgarden/Fehmarn (November 2021)
Normalerweise findet im Bordershop, dem schwimmenden Einkaufsparadies am Fähranleger in Puttgarden auf Fehmarn, zweimal jährlich das Whisky & Rum Festival statt. Pandemie-bedingt mussten die letzten drei Ausgaben ausfallen, aber in diesem Herbst konnte die Messe unter 3G-Bedingungen wieder stattfinden. Wie gewohnt tummelten sich hier wieder zahlreiche Besucher aus Dänemark, Schweden und Deutschland, diesmal aber in merklich geringerer Zahl als bei den vorherigen Auflagen. Zu sehr fairen Preisen konnte man einen Großteil des riesigen Sortiments des Bordershops an den verschiedenen Ständen probieren, gleichzeitig gab es aber auch wieder die Möglichkeit zur Teilnahme an spannenden Masterclasses. So haben meine Frau und ich wieder zwei spannende Tage auf der Messe verbracht und dabei überraschende Highlights ins Glas bekommen.
Donnerstag, 31. Dezember 2020
Hogmanay Malt (12yo Secret Orkney von The Whisky Chamber)
Einen echten Silvester-Whisky hatte ich bisher noch nicht im Glas, tatsächlich hat es in der Vergangenheit aber schon den einen oder anderen Tropfen zu diesem Anlass gegeben. Ob diese aber flächendeckend in Deutschland zu haben waren, kann ich leider nicht beantworten, teilweise sind die insgesamt 20 Hogmanay-Whiskys aus der Whiskybase schon in den frühen 80ern abgefüllt worden. Alltäglich ist es also nicht, einen Whisky zu Ehren von Hogmanay, dem schottischen Pendant zu Silvester, abzufüllen. Thomas Ide hat es in diesem Jahr trotzdem gemacht und einen zwölf Jahre alten Orkney Whisky ausgewählt, der zuletzt in einem Tawny Port Quarter Cask lag. Zu Hogmanay gibt es in Schottland den Brauch des First Footings, bei dem man mit einem Glas Whisky, einem Stück Kohle, einem Black Bun (also einem schottischen Früchtebrot), Brot oder Shortbread, einer Münze und Salz über die Schwelle von Nachbarn und Freunden tritt. Damit wird man zum Glücksbringer fürs neue Jahr. All diese Aromen könnte ich mir sehr gut auch in einem fruchtigen Orkney-Whisky vorstellen. Ob Thomas Ide genau daran gedacht hat, weiß ich nicht, aber für unwahrscheinlich halte ich es nicht. Was ich aber leider ganz gewiss sagen kann, ist, dass der Hogmanay Malt inzwischen schon wieder vergriffen ist.
Sonntag, 6. September 2020
Messebericht Köpenicker Whiskyfest 2020 Tag 2 (mit Whiskyhort Single Cask Tasting)
Auch am zweiten Tag des diesjährigen Köpenicker Whiskyfestes waren meine Frau und ich natürlich wieder am Start. Im Vergleich zum Vortag war unsere Anreise diesmal jedoch deutlich entspannter, denn wir waren - wie auch viele der Aussteller - im ungefähr fünf Gehminuten entfernten Pentahotel untergebracht. Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Büffet, einer kleinen Shoppingtour durch Köpenick auf Wunsch einer einzelnen Dame aus unserer 2-Personen-Reisegruppe und einem wirklich leckeren Mittagessen beim Inder standen wir pünktlich zum Beginn um 14:00 Uhr in der Schlange vor dem Einlass. Das Wetter meinte es nun nicht mehr ganz so gut mit uns, denn neben den deutlich niedrigeren Temperaturen im Vergleich zum Vortag gab es auch immer mal wieder kleinere Schauer. Gäste und Aussteller ließen sich dadurch jedoch die Laune nicht verderben, viel zu groß war die Freude darüber, dass endlich mal wieder eine Messe stattfinden konnte.